Der Festplattenengpass bedingt durch die Flutkrise in Thailand hat nun auch erste Auswirkungen auf Chipsatzhersteller im IT-Geschäft. Intel musste als börsennotiertes Unternehmen nun eine Umsatzwarnung veröffentlichen. Die geplanten Ziele für das vierte Quartal seien nicht mehr zu schaffen. Anstatt maximal 15,2 Mrd. US-Dollar sind nun nur noch 14,0 Mrd. US-Dollar möglich – im besten Fall, wohlgemerkt. Zwar würden die PC-Verkäufe im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal steigen. Allerdings würden die Händler ihre Lager leeren, ohne neue Ware auf Halde zu legen. Davon wäre auch Intel betroffen.
Die Engpässe auf dem Markt für Festplatten würden nach Einschätzung von Intel bis ins erste Quartal 2012 reichen. Intel rechnet erst in der ersten Jahreshälfte 2012 damit, dass die Lager der Händler bzw. der Versorgungskette von PCs wieder aufgefüllt werden. Als Folge dessen wird auf die Bruttogewinnmarge von Intel leicht gegenüber den Planungen sinken (64,5 Prozent). Es steht zu befürchten, dass die Zahlen von Intel in den Folgequartalen ebenfalls negativ von der Festplattenkrise beeinflusst werden. Die Intel-Aktie wird aktuell mit einem Minus von knapp vier Prozent an der Frankfurter Börse notiert, nachdem sie in den letzten Monaten stetig gestiegen war.
Quelle: PCGH



